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Referenzstrecke für Messsysteme zur Erfassung der Griffigkeit

Die Griffigkeit einer Fahrbahn beeinflusst vor allem die Fahrsicherheit

Hintergrund

Die Griffigkeit kennzeichnet die Wirkung der Fahrbahnoberflächentextur auf den Kraftschluss zwischen Fahrzeugreifen und Fahrbahn. Sie hat maßgebenden Einfluss auf die Fahrsicherheit. Die Messung der Griffigkeit erfolgt schnellfahrend mit dem Seitenkraftmessverfahren (SKM).  

Um die Griffigkeit möglichst realitätsnah und vergleichbar zu ermitteln, werden die Messungen unter festgelegten Randbedingungen und mit speziellen Messreifen durchgeführt. Vor dem Messreifen wird ein definierter Wasserfilm über eine Annässvorrichtung auf die Fahrbahn aufgebracht. Das dafür notwendige Wasser wird in einem Vorratstank mitgeführt. Während der Messfahrt wird die am schräglaufenden Messrad in Richtung Messradachse wirkende Seitenkraft durch eine Kraftmessdose gemessen. Der aus der Seitenkraft und der Radlast (Normalkraft) gebildete Quotient entspricht dem Seitenkraftbeiwert, mit dem die Griffigkeit beschrieben wird.

Zur Sicherstellung einer vergleichbaren Messqualität werden alle SKM-Fahrzeuge, die im Rahmen der Zustandserfassung und -bewertung (ZEB) und/oder im Bauvertragswesen Griffigkeitsmessungen durchführen, regelmäßig von der BASt geprüft.

Konzept

Die im nördlichen Teil des duraBASt angelegte Referenzstrecke besteht aus fünf Teilbereichen mit unterschiedlichen repräsentativen Griffigkeitsniveaus. Die Einstellung der gewünschten Griffigkeitsniveaus erfolgte durch eine gezielte Variation des Abstreumaterials (Gesteinsart, Korngröße, Polierresistenz) oder durch (An-)Schleifen der Deckschicht, wodurch sich eine große Variabilität der für die Griffigkeit maßgebenden Texturbereiche (Mikro- und Makrotextur) erreichen ließ. Durch den sehr geringen Poliereffekt infolge der vernachlässigbaren Verkehrsbelastung auf der Referenzstrecke bleiben die Griffigkeitsniveaus auf lange Zeit konstant und werden lediglich durch jahreszeitliche Effekte überlagert.

Ziele

Das Bild zeigt ein Detail des SKM der BASt Messeinheit mit schräggestelltem Messrad und Annässvorrichtung

Die Realisierung der Griffigkeitsreferenzstrecke ist ein wichtiger Schritt hin zu einer langfristig unveränderlichen Kalibrierstrecke für SKM-Messfahrzeuge. Die Prüfung im Rahmen des Qualitätssicherungsprozesses kann nun auf Oberflächen mit definierten und sehr unterschiedlichen Griffigkeiten erfolgen. Hierdurch steigt einerseits die Aussagekraft der Prüfung, andererseits ist auch mit einer höheren Genauigkeit der Griffigkeitsmessung zu rechnen, da die zulässigen Prüftoleranzen aufgrund der deutlich konstanteren Randbedingungen enger gefasst werden können.