GSB 7.0 Standardlösung

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Messausstattung

Zeitraffende Verkehrssimulation durch MLS30

Prinzip des MLS30

Für zeitraffende und realitätsnahe Belastungsversuche auf Versuchsflächen wird in der BASt der Mobile Load Simulator MLS30 eingesetzt. Innerhalb des MLS30 kommen vier Belastungsräder zum Einsatz, um die variabel einstellbare Radlast von 45 bis 75 Kilonewton auf die Versuchsfläche aufzubringen.

Die Belastungsräder sind in Radsatzzügen eingefasst, die sich in einer geschlossenen Kette auf Schienen in einer vertikal-ovalen Richtung bewegen. Hierdurch wird die Belastung realitätsnah in uni-direktionaler Richtung aufgebracht.

Mit bis zu 6.000 Überrollungen pro Stunde werden deutlich mehr Überrollungen durchgeführt als bei vergleichbaren „Full Scale Accelerated Pavement Testing“ Einrichtungen.

MLS30 auf Youtube

Sensorik

Für ein strukturelles Monitoring des Versuchsaufbaus ist es zwingend erforderlich, dass Sensoren im Versuchsaufbau sowie weitere Messverfahren eingesetzt werden. Der MLS30 belastet mit seinen vier Belastungsrädern den Straßenaufbau. Diese Belastung ruft innerhalb des Straßenaufbaus eine Reaktion hervor, die durch integrierte Sensoren erfasst, aufbereitet und für die weitere Bewertung abgespeichert wird. Relevante physikalische Größen sind Dehnung, Druckspannung, Geschwindigkeit und Beschleunigung sowie Luft- und Aufbautemperatur. Zusätzlich können zusätzliche Sensoren installiert werden, um weitere physikalische Größen zu ermitteln.

Messverfahren

Während der Versuchsdauer erfolgen zerstörungsfreie und zerstörende Prüfungen. Mit dem Falling Weight Deflectometer (FWD) werden Tragfähigkeitskennwerte, mit dem Ground Penetration Radar (GPR) Schichtdicken und Inhomogenitäten und mit dem Profilometer Ebenheitskennwerte ermittelt. Je nach Versuchsprogramm können weitere Verfahren eingesetzt werden.

Zerstörende Untersuchungen sind relevant um Materialeigenschaften in anschließenden Laboruntersuchungen ermitteln zu können, beispielsweise um die Restnutzungsdauer zu bestimmen. Diese Art der Untersuchung wird in der Regel nach dem Belastungsbetrieb in den belasteten und unbelasteten Bereichen durchgeführt.

Das Bild zeigt das 3D-Georadar der BASt 3D-Georadar der BASt